100) Dienstag, 2.7.19: (Zernez) Klosters - Ebnat-Kappel 104 km (total 6716); 1290 HöM (total 76690); schön und warm, zwischendurch Tröpfeln. Unterkunft Privathaus. Die heutige Schlussetappe ist mir bekannt. Dennoch erlebe ich die eine oder andere Überraschung. Im Prättigau gelingt es mir ein weiteres Mal nicht, die richtige Balance zu finden zwischen Strasse und Radweg, der manchmal mehr ein Bikerweg ist. Und der schnurgerade Rheindamm zwischen Fluss und Autobahn ist öder als erwartet. Für den Grabserberg brauche ich mit Gepäck etwa doppelt so lange wie eine schnelle Fahrt mit dem Rennvelo. Alles in allem aber ein tolles Erlebnis, eine bekannte Strecke am Ende einer grossen Tour und mit viel Gepäck zu fahren. Und immer wieder und heute ganz speziell schön die Fahrt über den Blomberg und das Brandholz nach Ebnat-Kappel. Wir wohnen einfach an einem schönen Ort! Ich darf wünschen, was es zum Znacht geben soll. Ich bleibe bei meinen Leisten: Spaghetti, Salat, Hauswein - à discret...
94) Mittwoch, 26.6.19: Eulokasro - Patras 105 km (total 6247); 940 HöM (total 69950); schön und warm, den ganzen Tag Rückenwind - toll. Unterkunft Hotel Greco. Ein grosser Teil der heutigen 100 Kilometer führt wunderschön der Küste entlang. Schönes Meer, ruhige Strassen und als Tüpfchen auf dem i den ganzen Tag Rückenwind - Jupiii. Der Abschnitt zwischen Piräus und Patras scheint unter Radfahrern ein Klassiker zu sein. Ich treffe fast mehr Radreisende als sonst auf der ganzen Tour. Bei meinem „Sicherheitsglacé“ (s. Post vom 16.6.) habe ich einen guten Blick auf die imposante Brücke zwischen Rio und Andirrio. Lange Zeit hielt man es für Unmöglich, eine Brücke über eine Länge von 2,5 km in einem Erdbebengebiet bei einer Meerestiefe von 65 m ohne stabilen Boden zu bauen. Nach langer Planung und Bauzeit konnte sie 2004 schliesslich eröffnet werden. Wenn es nicht zu windig ist, können sogar Radfahrer und Fussgänger die Brücke passieren. Mich würde es gelüsten, dies am morgigen Warte...
98) Sonntag, 30.6.19: Pergine Valsugana - Kastelbell 129 km (6524); 1780 HöM (total 73250); schön und heiss. Unterkunft Hotel Mondschein. Die heutige Strecke führt fast ausnahmslos über einen riesigen Radweg. Das ist zum einen schön, denn er ist sehr gut ausgebaut, die zahlreichen Radfahrer aller Art kommen gut aneinander vorbei und es gibt keinen Autoverkehr. Zum anderen führt er aber der oft begradigten Etsch entlang und ist dadurch auch sehr gerade und mit der Zeit eintönig. Weiter führt er immer an den Ortschaften vorbei, was die Nahrungssuche - heute habe ich überhaupt nichts dabei - erschwert. Doppeltrick: Ich suche den McDonald‘s in Bozen. Einmal gefunden geht es schnell mit dem Essen und der Raum ist schön heruntergekühlt. Das ist bei der immer grösser werdenden Hitze sehr wohltuend. Die Etappe zieht sich in die Länge und es steht noch eine kleine Steigung bevor. Ein zweiter Halt in einem McDonald‘s ohne Umweg gibt wieder halbwegs neue Kräfte. Heute war gefühlt und wohl...
De blödi Haag!
AntwortenLöschenCoole Film! :D